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AmöbenruhrDie Amöbenruhr ist die durch Amöben ausgelöste Form der Ruhr. Sie ruft nicht in jedem Fall unbedingt Beschwerden hervor - dann spricht man von einem asymptomatischen Infekt. In manchen tropischen Gegenden sind 30% der Bevölkerung Amöbenträger. Die Übertragung erfolgt durch verunreinigtes Wasser oder Nahrungsmittel.
Verbreitung- Weltweit, jedoch besonders in tropischen und subtropischen Regionen
Inkubationszeit- Unterschiedlich, evtl. Monate, da sich die Ruhramöbe symptomlos im Darm aufhalten kann
Symptome- Durchfälle mit Blut- und Schleimabgang
- Leibkrämpfe, Blähungen (s. Magenbeschwerden)
- Meist auch Fieber
- Oft nicht von einfachem Durchfall zu unterscheiden - Klärung kann Stuhluntersuchung bringen
- Beginnt nicht so akut wie Bakterielle Ruhr, kann aber länger anhalten oder rezidivieren - Aus unbekannten Gründen (möglicherweise wenn der Darm durch andere Infektionen oder Reize bereits vorgeschädigt ist) dringen die Erreger in die Darmwand ein und verursachen Entzündungserscheinungen und Geschwüre (%3D invasive Verlaufsform)
- Als Spätkomplikation: Amöbenabszesse in der Leber möglich
- Amöben sind dann über den Blutweg in die Leber gelangt, verursachen dort Gewebszerstörung und Eiterbildung
- Abszesshöhlen können bis zu 10 cm groß werden
- Von Fieber und starken Schmerzen im rechten Oberbauch, die bis in die Schulter ausstrahlen können, begleitet
Therapie- Nach eingehender Untersuchung: Medikamente, die über den Darm wirken bzw. in die Blutbahn aufgenommen werden
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