Impfungen und gesundheitliche Vorsorgemaßnahmen sind nicht nur für Auslandsaufenthalte bzw. Reisen wichtig.
Auch für das Leben hier in Deutschland ist eine gute Vorbeugung gegen verschiedene Krankheiten von Bedeutung. Deshalb sollte ein ausreichender Impfschutz immer bedacht werden. Ihr Arzt informiert Sie ausführlich.
Tipps und Hinweise zum Thema Impfungen:
Impfungen werden unterschieden in:
Aktive Impfung:
Hierbei erfolgt die Zuführung lebendiger oder abgetöteter Krankheitserreger oder von den Erregern gebildete Giftstoffe (Toxoide). Sie sind nicht vermehrungsfähig und lösen keine Erkrankung aus.
Diese Form der Impfung ermöglicht es dem Immunsystem, innerhalb einiger Tage oder Wochen Abwehrstoffe und ein lang anhaltendes "Abwehrgedächtnis" gegen die Krankheit zu bilden. Im Falle einer Ansteckung stehen vorhandene Abwehrstoffe (Immunglobuline) zur Verfügung und werden durch den "Gedächtnismechanismus" rasch in großer Zahl gebildet, so dass man nicht oder nur in abgeschwächter Form erkrankt.
Beispiele: Tetanus-, Polio- oder Röteln-Impfung
Passive Impfung: Hierbei werden die Abwehrstoffe in Form einer Injektion zugeführt. Das körpereigene Immunsystem wird durch die Impfung nicht beeinflusst.
Zur Krankheitsbekämpfung stehen nur die jeweils gespritzten Immunglobuline zur Verfügung. Diese werden innerhalb der nächsten Wochen abgebaut, der Impfschutz besteht kaum länger als 3 Monate.
Mehrere Möglichkeiten der passiven Impfung:
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Gemisch von Immunglobulinen (gewonnen aus menschlichem Blut) gegen ein breites Spektrum von Krankheiten - Allgemeiner Schutz vor einer Reihe von Infektionen (z.B. vor Reisen zur Verhütung der Hepatitis A)
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Isoliertes Immunglobulin gegen eine bestimmte Krankheit (aus menschlichem oder tierischem Blut gewonnen) - Sinnvoll, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit einer gefährlichen Krankheit besteht, z.B. Tetanus oder FSME, und es deshalb für eine aktive Impfung zu spät ist.
Chemoprophylaxe:
Diese Form der Vorsorge ist keine Impfung, sondern eine Behandlung mit einem Antibiotikum in niedriger Dosis und kommt nur bei Malaria in Frage. Sie bietet Schutz für die Zeit des Aufenthaltes in einem Infektionsgebiet und wirkt eine gewisse Zeit darüber hinaus. Lassen Sie sich über eine notwendige Vorbeugung ausführlich von Ihrem Arzt beraten.
Expositions-Prophylaxe:
Hierunter ist das aktive Vermeiden des Kontakts mit Krankheitserregern zu verstehen. Das gilt z.B. für Grippe (häufige Ansteckung im Wartezimmer), Durchfall (Speisen und Getränke sorgfältig auswählen) und Malaria (Stiche nur im Dunkeln, in feuchtem Milieu).
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