Aktuelle News arrow   Bibliothek arrow Zahnmedizin arrow Parodontaltherapie
Aktuelle News
  Bibliothek
  Wellness
  Impressum

  Suche

Parodontaltherapie
Als Parodontaltherapie werden alle Arten der Behandlungen des erkrankten Zahnfleisches und des dazugehörigen Kieferknochens bezeichnet.  Die Erkrankungen reichen von der einfachen Zahnfleischentzündung bis hin zur schweren Form mit tiefen Zahnfleischtaschen und starkem Abbau des zahntragenden Anteils des Kieferknochens sowie unter Umständen am Ende Zahnverlust.

Ca. ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung hat eine Zahnfleischerkrankung, häufig ohne davon zu wissen. Problematisch ist, dass sie sich oftmals sehr langsam und schleichend entwickelt und immer wieder Phasen eintreten, in denen der Patient keine besonderen Probleme hat. So glauben viele Patienten, dass der Rückgang des Zahnfleisches etwas ganz normales ist. Es lässt sich jedoch sehr einfach feststellen, ob man davon betroffen ist. Deutliche Anzeichen sind:
  • Zahnfleischbluten
  • Zahnfleischrückgang
  • Lockerwerden von Zähnen
  • Schlechter Geschmack im Mund
  • Mundgeruch
Beim Auftreten dieser Symptome sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, der nach eingehender Untersuchung eine entsprechende Behandlung einleiten wird.

Ziel der Parodontaltherapie ist die Entfernung des verursachenden bakteriellen Zahnbelags an den Zahn- und Wurzeloberflächen.

Behandlung:
  • Bestimmung des Schadensumfanges und des Schweregrades der Erkrankung
    • Hierbei verschafft sich der Zahnarzt einen Überblick über die Qualität und Wirksamkeit der Mundhygiene des betroffenen Patienten und den Zustand seines Zahnfleisches
  • Prüfung des Mundhygienestatus und einen Parodontalstatus
    • Überprüfung, wo sich an und zwischen den Zähnen gefährliche bakterielle Beläge ansammeln und wo sich entzündete Bereiche des Zahnfleisches befinden
    • Messung der sog. Taschen- oder Sondierungstiefen
    • Ermittlung der Beweglichkeit der vorhandenen Zähne
    • Erstellung einer Übersicht über den Zustand des Kieferknochens anhand von Röntgenbildern
  • Die eigentliche Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß des zugrunde liegenden Schadens
    • Dauerhafte Behebung leichter Schäden durch eine Verbesserung der Mundhyghiene
    • Weitergehende Maßnahmen bei schwereren Erkrankungen nötigenfalls bis hin zur operativen Verbesserung des Gesamtzustandes
Prophylaxe:
  • Speicheldiagnostik
    • Zur Bestimmung des individuellen Kariesrisikos
    • Untersuchung des Säuregrades, der Hauptkeime und der Speicheleigenschaften
    • Ergebnisse erlauben eine sehr genaue, gezielte Therapie und damit wirkungsvolle Reduzierung der kariesverursachenden Mikroorganismen
    • Spezielle Berücksichtigung von Besonderheiten während der Schwangerschaft und bei Risikogruppen, sowie von Fehlern bei der Ernährung
  • Mundhygieneunterweisung
    • Erfolgt nach Einfärben der Zahnoberflächen, die den Umfang und die Ausdehnung der Zahnbeläge und den Entzündungsgrad des Zahnfleisches veranschaulichen
    • Erlernen der "richtigen" Zahnputztechnik und einer systematischen Zahnzwischenraumpflege, mit der eine langfristige Zahnerhaltung möglich ist
    • Verbunden mit der Vorstellung bewährter Zahnpflegeprodukte, die bei der Umsetzung einer regelmäßigen häuslichen Mundhygiene helfen
  • Fissurenversiegelung
    • Schützt die Seitenzähne in der Kaufläche vor Karies
    • Tiefe Rillen (Fissuren) der Zähne werden mit einem dünn fließenden Kunststoff, der mit Intensivlicht ausgehärtet wird, schmerzfrei verschlossen
  • Fluoride
    • Härten durch Einlagerung in die oberflächigen Schmelzschichten den Schmelzmantel und blockiern die Säurebildung
    • Werden in Form spezieller Gele oder Pasten auf die Zahnoberflächen aufgetragen
 
Copyright © 2005 by alpha network S.A., Luxemburg