Schöne und gesunde Zähne sind ein wichtiger Bestandteil des gesamten Erscheinungsbildes eines Menschen.
Strahlend weiße und ebenmäßige Zähne erscheinen attraktiv, sind Ausdruck von Vitalität und Wohlbefinden und Gesundheit. Ein gewinnendes Lächeln unterstreicht die persönliche Ausstrahlung, wirkt sympathisch, zeugt von Selbstbewusstsein und kann durchaus karrierefördernd sein.
Viele Menschen wünschen sich weiße Zähne. Kronen oder Veneers galten bisher als einzige Alternativen der Rehabilitation verfärbter Zähne. Diese Arten der Erneuerung stellen jedoch einen meist deutlichen Eingriff in die bestehende Zahnstruktur mit z.T. massiver Zerstörung der Zahnhartsubstanz dar und bedingen einen hohen finanziellen Aufwand. So hat das Interesse am Bleichen von Zähnen in den letzten Jahren stark zugenommen.
Bleichmethoden:
- Internes Bleichen
Bei diesem Verfahren wird ein verfärbter, wurzelkanalbehandelter Zahn von innen her aufgehellt (nonvital bleaching). Dabei wird das Bleichgel in das Innere eines zuvor wurzelbehandelten Zahnes gefüllt. Der Zahn wird anschließend provisorisch verschlossen und die Einlage wöchentlich gewechselt. Drei bis fünf Sitzungen sind dafür notwendig. Gebleichte Zähne dunkeln mit der Zeit wieder nach, so dass die Behandlung nach durchschnittlich zwei Jahren wiederholt werden muss. Mitunter reagiert der Zahn nach dem Bleichen für einige Tage empfindlich. Hier hilft fluoridhaltige Zahncreme. In Fachkreisen umstritten ist, ob gebleichte Zähne spröder und damit eventuell anfälliger für Karies und Absplitterungen werden. Diese Bleichmethode beansprucht relativ wenig Behandlungszeit, ist relativ effektiv und bringt wenig Komplikationen mit sich.
- Externes Bleichen
Bei diesem Verfahren wird die Zahnoberfläche behandelt, wodurch es möglich wird, auch vitale Zähne zu bleichen (vital bleaching). Dabei wird der Zahn, vergleichbar mit einer Haarblondierung, mit einem Bleichmittel aufgehellt. Dies ist jedoch nur möglich, wenn keine Füllungen vorhanden sind. Vitalbleaching wird in der Zahnarztpraxis oder zu Hause durchgeführt und wirkt speziell bei organischen Verfärbungen von Schmelz und Zahnbein (Dentin). E in Bleichgel wird mittels einer angepassten Schiene, die die Zähne umfasst, in mehreren Sitzungen (Einwirkungszeit 30 bis 90 Minuten) auf die Zahnoberfläche aufgetragen. Für den Bleichvorgang werden verschiedenartige Materialien angewandt, die durch Oxidation oder Reduktion eine Entfärbung bewirken. Seit einiger Zeit gibt es Bleichmittel, die durch Bestrahlung oder Erwärmung eine schnellere Wirksamkeit entwickeln.
Das sogenannte home bleaching wird zu Hause durchgeführt. Es strebt eine Reduktion der Behandlungszeit in der Zahnarztpraxis an und soll die Therapie angenehmer und ökonomischer gestalten, sollte jedoch nicht ohne eine ausführliche zahnärztliche Beratung durchgeführt werden.
Sehr sensible Zähne oder Zähne mit ausgedehnten Pulpen eignen sich wegen des Risikos von Schmerzen in der Regel nicht für das Bleichen. Der Erfolg einer Bleichbehandlung ist unumstritten, sollte aber in einer zahnärztlichen Praxis unter Einbeziehung aller erforderlichen zahnmedizinischen Vorsichtsmaßnahmen und Kontrollen durchgeführt werden. Bleichmittel dürfen nicht ohne zahnärztliche Anweisungen unkontrolliert über eine längeren Zeitraum durch den Patienten angewendet werden. |