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Sofortmaßnahmen
Bewußtlosigkeit
Schock
Blutungen
Bewußtlosigkeit:
Erstickungsgefahr durch Fremdkörper, Erbrochenes oder Zunge, Freimachen der Atemwege mit Fingern und Taschentuch, Überstrecken des Kopfes zum Freihalten der Atemwege, stabile Seitenlagerung. keine Flüssigkeitszufuhr.

Atem- bzw. Herz-Kreislaufstillstand:
Eng voneinander abhängig. Zeichen: Fehlen von Pulsen (an der Halsschlagader fühlbar), bzw. der Atmung (keine Atemgeräusche bzw. Brustkorbbewegungen im Vergleich zum Bauch), beidseits weite, reaktionslose Pupillen.

ABC der Wiederbelebung:
  • Atemwege: freimachen,

  • Beatmung: Mund zu Mund oder Mund zu Nase mit überstrecktem Kopf 5 mal zu Beginn schnell.

  • Kontrolle: gleichmäßiges Heben und Senken des Brustkorbes.

  • Circulation:
    Bei fehlenden Pulsen Circulation in Gang bringen durch äußere Herzdruckmassage Rückenlagerung auf harter Unterlage, mit durchgestreckten Armen und übereinandergelegten Handballen auf dem unteren Drittel des Brustbeins kurze kräftige Stöße in senkrechter Richtung mit einer Frequenz von ca. 60/Minute durchführen.
    Bei Kindern: Verminderte Druckkraft mit einer Hand.
    Bei einem Helfer: AB, dann 15 x Herzdruckmassage, 2 x Beatmen, 15 x Herzdruckmassage, usw.
    Bei zwei Helfern: AB, dann 5 x Herzdruckmassage, 1 x Beatmen, 5 x Herzdruckmassage, usw.
    Erfolgskontrolle: Pupillenreaktion, rosige Hautfarbe, tastbare Pulse, Eigenatmung.
    Wegen Verletzungsmöglichkeit geeignete Schulung an Übungspuppe empfehlenswert.

Schock:
Mißverhältnis zwischen Blutangebot und -bedarf der lebenswichtigen Organe durch großen Blutverlust oder fehlgesteuerte Blutverteilung: z. B. bei Blutungen, starkem Schmerz, Herzinfarkt, Verbrennung, Kälteschädigung, Allergie oder großer psychischer Belastung.

Zeichen:
Blasse, feuchtkalte Haut, schwacher, kaum tastbarer, schneller Puls (über 100 pro min.), und flache, beschleunigte Atmung, evtl. Lufthunger.
Ungewöhnliches Verhalten: Erst unruhig, dann benommen.

Blutstillung, Schocklagerung:
Beine hochlagern (ca. 30 Grad), z.B. auf Rucksack oder hangaufwärts, bei schwerem Schock Taschenmesserposition: Beine annähernd senkrecht halten.
Evtl. Selbsttransfusion: d.h. hochgehobene Beine und Arme von der Peripherie her zum Herzen hin ausstreichen und elastisch einbinden. Schmerzbekämpfung, Wärmeerhaltung und Zuspruch.

Blutungen:
  1. Hochlagern des betreffenden Körperteils.

  2. Bei Schlagaderblutungen (hellrotes, rhythmisch spritzendes Blut):
    Zunächst Abdrücken der Schlagader zwischen Wunde und Herz am jeweiligen Druckpunkt (Oberarm, Leistenbeuge, Schlüsselbein), notfalls Finger direkt in Wunde.

  3. Druckverband:
    Ungeöffnetes Verbandpäckchen o.ä. als Druckpolster über keimfreien Wundverband legen und festwickeln, evtl. mehrfach übereinander, genügt fast immer.

  4. Abbinden:
    Nur wenn sonst kein Erfolg, da Gefahr der Gewebsschädigung. Breite Auflage (aber keine Schnur!) am Oberarm oder Oberschenkel herzwärts der Wunde, maximal 1,5 Stunden, dann (nach vorherigem Druckverband) wieder für einige Minuten öffnen.
    Unbedingt Zeitpunkt notieren!
 
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