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Grippe-Impfstoffe: Weniger für reiche, mehr für arme Länder |
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Dienstag, 19 Mai 2009 |
Hamburg (ddp). Angesichts knapper Impfstoffvorräte gegen die sogenannte Schweinegrippe ruft die Weltgesundheitsorganisation WHO die Industriestaaten zu Solidarität mit den armen Ländern auf. Die WHO-Direktorin für Impfstoffe, Marie-Paule Kieny, plädierte in einem am Samstag vorab veröffentlichten Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» für eine Überprüfung, ob die entwickelten Länder ihre Impfprogramme auf Risikogruppen beschränken könnten.
Dann könnte mehr Impfstoff für ärmere Länder abgezweigt werden. Kieny prognostizierte, dass im Falle einer Pandemie mit dem neuen Grippevirus H1N1 Milliarden von Impfdosen fehlen würden. Gerade für die armen Länder werde «absolut nichts übrig sein». Die Pharmafirmen werden ihren Angaben zufolge innerhalb des nächsten Jahres weltweit maximal ein bis zwei Milliarden Impfdosen herstellen können. Diese seien zum Großteil aber bereits verkauft. Laut «Spiegel» haben Länder wie Deutschland lange bestehende Verträge mit Impfstoffherstellern. Darin verpflichten sich diese, genügend Impfstoff zu liefern, um die gesamte Bevölkerung wie medizinisch erforderlich zweimal zu impfen. |