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Fitness - Sport bei Krankheit

Sport nach Operationen

Jeder, der eine Operation hinter sich hat, weiß, dass es nach dem Eingriff einige Zeit dauert, bis man wieder fit genug ist, am normalen Alltagsleben teilzunehmen. Abhängig von der Art der Operation und der körperlichen Verfassung kann diese Erholungsphase einige Tage oder Wochen bis Monate dauern.

Ihr Arzt kann Ihnen sagen, welchen Aktivitäten Sie ohne Gefahr nachgehen und wie intensiv Sie Sport treiben können. Für den Erholungsprozess kann Bewegung ausgesprochen hilfreich sein. Es gilt aber, geeignete Übungen auszusuchen und das richtige Maß zu finden. Folgen Sie den Ratschlägen Ihres Arztes und verstehen Sie seine Aufforderung zu körperlicher Betätigung nicht nur als Mittel zur schnelleren Erholung, sondern als Chance, die bequeme Sessel-Sitzerei ein für allemal aufzugeben.

Regeln für das Training

1. Stellen Sie sich ein ausgewogenes Fitnessprogramm zusammen. Dabei sollte das Ausdauertraining zwar im Mittelpunkt stehen aber von einigen Krafttrainings- und Dehnungsübungen begleitet werden. Ihr Arzt kann Ihnen wiederum genauer sagen, wann Sie mit welchen Übungen wie intensiv beginnen sollten.

2. Am besten wäre es, wenn Sie 20 bis 45 Minuten Ausdauertraining an drei bis fünf Tagen in der Woche absolvieren. Zusätzlich sollte ein leichtes bis mäßig intensives Krafttraining zwei- bis dreimal wöchentlich stattfinden (nicht an direkt aufeinander folgenden Tagen).

3. Führen Sie ein Trainingstagebuch. Tragen Sie Datum, Art der Übungen, Herzfrequenz, körperliche Beschwerden und andere Ihnen wichtig erscheinende Kriterien ein. Halten Sie das Tagebuch beim Arztbesuch bereit.

4. Werden Sie nicht ungeduldig und trainieren Sie nicht zu früh zu hart. Wer gerade einen Herzinfarkt hinter sich hat, kann nicht gleich einen Marathon in Angriff nehmen.

Krankengymnastik / Physiotherapie

1. Im Anschluss an bestimmte Operationen ist Krankengymnastik für den Erholungsprozess unbedingt notwendig. Es werden dabei die operationsbedingten Schmerzen gelindert und die durch die Operation in Mitleidenschaft gezogene Muskulatur trainiert. Es soll so die normale Körperfunktion und -beweglichkeit wiederhergestellt werden. Es gibt sog. passive und aktive Übungen. Bei passiven Übungen bewegt der Krankengymnast den betroffenen Körperteil bis der Patient dazu wieder selber (aktiv) in der Lage ist. Manche Übungen werden im Wasser durchgeführt. Durch den Auftrieb des Körpers muss bei Bewegungen unter Wasser sehr viel weniger Kraft als an Land aufgewendet werden. Für Patienten, die z.B. durch einen Schlaganfall massiv in ihren Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, beginnt Krankengymnastik häufig mit Massagen oder lokalen Wärmeanwendungen.

2. Schwierigkeit der Übungen und nötige Kraftanstrengungen steigern sich bei einem krankengymnastischen Rehabilitationsprogramm von Mal zu Mal etwas.

3. Krankengymnastik sollte sich nicht auf einen Muskel beschränken, sondern die gesamte von der Operation betroffene Muskulatur trainieren. Wenn eine Extremität in Mitleidenschaft gezogen ist, muss der entsprechende Körperteil so lange beübt werden, bis Kraft und Funktion seitengleich wiederhergestellt sind.

 
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