Aerobic Was es ist Aerobic ist ein Gruppentraining, das auf verschiedenen Niveaus Anfängern und Fortgeschrittenen ein strukturiertes Übungsprogramm für den gesamten Körper bietet. Das Training findet bei Musik unter Anleitung eines kompetenten Übungsleiters statt und folgt einem festgelegten Ablauf. Die Trainingseinheiten dauern 45 bis 60 Minuten. Vorteile Gruppensport wie Aerobic ist gut geeignet für Personen, die ungern allein trainieren und die durch die Anwesenheit Anderer zur regelmäßigen Teilnahme motiviert werden können. Ein Übungsleiter kann zum Weitermachen ermutigen, wenn man eigentlich schon aufgeben will. Man trifft beim Training Freunde und pflegt so seine sozialen Kontakte - ein schöner Nebeneffekt. Aerobic ist sehr vielseitig. Es gibt verschieden Gruppen, die sich in ihren Schwerpunkten je nach Trainingsstand, Interessen und Zielen der Teilnehmer unterscheiden. Manche konzentrieren sich auf das Herz-Kreislauf-System und führen Intervalltraining und Treppen-Steige-(Step)-Übungen durch, andere Gruppen kümmern sich in erster Linie um eine Verbesserung des Muskeltonus. Weil die korrekte Durchführung der Übungen von einem erfahrenen Trainer kontrolliert wird, ist Aerobic eine sichere und effektive Sportart. Fragen der Teilnehmer können sofort beantwortet werden. Nachteile Es kann schwierig sein, feste Trainingstermine einzuhalten, wenn diese mit der Arbeitszeit oder dem Familienleben kollidieren. Mancher findet Aerobic zu anstrengend, die Choreographie zu kompliziert und hat keine Lust, ständig neue Übungen zu lernen. Wer Kniegelenksprobleme hat, sollten vorsichtig sein. Durch die starke Belastung der Gelenke kann es zu Schmerzen und Verletzungen kommen. Wo finde ich Aerobic-Gruppen? Aerobic wird von vielen Sportvereinen und Fitnessstudios angeboten. Auch Krankenkassen veranstalten entsprechende Übungsstunden, oft in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten. Sprechen Sie mit einem Aerobiclehrer, bevor Sie das Training beginnen. Er kann Ihnen sagen, welche Gruppe für Sie mit Ihren individuellen Zielen und Interessen die beste ist. Sie sollten darauf achten, dass der Boden der Sporthalle entweder aus Holz, einem fest gewebten Teppich oder aus anderem elastischen Material besteht. Härterer Untergrund führt zu starker Belastung der Gelenke. Kleidung und Ausrüstung | | Schuhe: Es gibt spezielle Schuhe für die unterschiedlichen Arten von Aerobic. Wählen Sie das Paar, das für Ihr Training am besten geeignet ist. Die Schuhe müssen gut gefedert sein und richtig passen. Personen mit Problemen an den Sprunggelenken sollten darauf achten, dass die Schuhe über das Gelenk hinaus reichen, um es ausreichend zu schützen. | | | Kleidung: Wählen Sie bequeme Kleidung, Frauen sollten zusätzlich einen Sport-BH tragen. Berücksichtigen Sie, dass das Training meistens in der Halle stattfindet und dass Ihnen deshalb sehr warm werden wird. Baumwolle und andere Materialien, die gut Feuchtigkeit aufnehmen, sind zu bevorzugen. | | | Weitere Ausrüstung wird normalerweise vom Übungsleiter bereitgestellt. Häufig benutzt werden Hanteln, Gymnastikbälle, Matten und Aerobic-Treppen (Steps). | Regeln fürs Training 1. Schauen Sie sich das Trainingsprogramm der einzelnen Gruppen an und wählen Sie dann die Gruppe aus, die am ehesten zu Ihrem Trainingsniveau und Ihren Zielen passt. 2. Jede Trainingsstunde sollte ein Aufwärmen, eine Einheit fürs Herz-Kreislauf-System (kann bei Gruppen, in denen es nur um Muskeltraining geht, fehlen), ein cool-down und zum Schluss Dehnungsübungen umfassen. 3. Anfänger-Gruppen sind für die Personen gedacht, die noch nie an Aerobic teilgenommen haben. 4. In die korrekte Körperhaltung und Fußstellung wird Sie der Übungsleiter einweisen. 5. Übertreiben Sie es nicht. Es reicht, mit 15 bis 30 Minuten Training zu beginnen und dann Dauer und Intensität von Mal zu Mal langsam zu steigern. Wenn Sie gleich beim ersten Mal das ganze Training bis zum Ende mitmachen, werden Sie am nächsten Morgen wahrscheinlich mit einem schönen Muskelkater aufwachen. 6. Trinken Sie genug! Und zwar vor, während und nach dem Training. Stichwörter | | Für Step-Übungen werden Aerobic-Steps, eine Bank, ein kleiner Kasten oder ein anderes Gerät gleicher Größe verwendet. Man führt verschiedene Übungen durch, während man das Gerät hinauf und hinunter steigt. Durch unterschiedliche Höhen kann die Intensität des Trainings variiert werden. | | | High/Low-Übungen stellen die traditionelle Art von Aerobic dar. Die Übungen werden ohne weitere Ausrüstung durchgeführt und kombinieren Schrittfolgen mit Bewegungen der Arme. | | | sog. Box-Übungen bauen Bewegungsabläufe des Boxens in das Training ein. Der Oberkörper führt Boxbewegungen aus, Beine und Füße folgen diesen Bewegungen. Die Übungen trainieren den gesamten Körper und werden häufig von Männern bevorzugt. | | | sog. Slide-Training arbeitet mit Matten und speziellen Überschuhen, die es ermöglichen, auf den Matten hin und her zu rutschen. Dabei wird vor allem die untere Körperhälfte trainiert. | | | Beim Intervall-Training werden Step-Übungen oder Bodenübungen mit Hanteltraining kombiniert. Übungen für das Herz-Kreislauf-System und Kraftübungen wechseln sich alle drei bis vier Minuten ab. | | | Spannungsübungen konzentrieren sich auf das Training bestimmter Körperregionen. Die Rumpfmuskulatur wird grundsätzlich ins Training miteinbezogen. | | | „High impact“ bedeutet, bei den Übungen zeitweise beide Füße gleichzeitig in der Luft zu haben (d.h. Sie springen, hüpfen oder rennen). Personen mit Hüft-, Knie- oder Fußgelenksproblemen sollten auf dieses Training verzichten. | | | „Low impact“: Ein Fuß bleibt immer am Boden. Die Übungen sind gut geeignet für Anfänger und Menschen mit Gelenkbeschwerden. | | | Gruppenradfahren wird auch als „Spinning“ bezeichnet. Die Gruppenmitglieder radeln unter Anleitung eines Gruppenleiters auf Hometrainern und konzentrieren sich besonders auf das Zusammenspiel von Körper und Geist. |
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